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Für die Dauer des Spiels verlassen wir den Tisch an dem wir sitzen, das Zimmer, das Haus.

Wir betreten ein anderes Land. Die Uhren gehen anders, die Schwerkraft ist aufgehoben, es herrschen eigene Gesetze.

Je besser das Spiel umso aufregender die Reise. Mit Geschick und Geduld, mit Frechheit und guten Nerven und mit dem Glück auf unserer Seite erreichen wir das Ziel vielleicht als erste – Ende der Reise. Wir kehren zurück an unseren Tisch, erschöpft und erholt zugleich, wie das so ist nach einer Reise. Etwas Neues ist uns begegnet. Manchmal sogar sind wir uns selbst neu begegnet.

Wer spielt, wechselt in eine andere Welt, an einen anderen Ort.

Den alten Ägyptern war dies ein heiliger Ort. Hier begegneten sie den Göttern, die immer teilhatten am Spiel. Die ältesten erhaltenen Spielbretter wurden in Ägypten gefunden – sie sind etwa 3000 Jahre alt – und von dort stammt auch ein altes Sprichwort, wonach die Zeit, die ein Mensch beim Spiel verbringt, nicht von seiner Lebensspanne abgezogen wird – die Götter schenken sie ihm dazu. So betrachtet ist Spielen nicht nur die vielleicht billigste Art zu verreisen, sondern auch der schönste und einfachste Weg Lebenszeit zu gewinnen.

 

 

Gehen Sie mit auf die Reise!